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In Tübingen wurde etwa im Februar 1938 ein Hygiene-Institut gegründet. Reinlichkeit wurde nicht nur in Krankenhäusern, sondern in allen Lebensbereichen zur täglichen Pflicht. In ganz Europa kam ein neues Bewusstsein für Körperpflege auf; mit Sauberkeit wollte man den Kampf gegen Krankheitserreger gewinnen. Richard Gerhard Halbritter (1908–2002) fertigte die Skulptur der Hygieia, die unten an der Basis mit seinem Namen versehen ist, wohl nach dem Jahr 1962. Der ursprüngliche Aufstellungsort der Bronze befand sich vermutlich in der sogenannten „Alten Frauenklinik“, die einst in der Schleichstraße ihre Anschrift hatte. Im Jahr 2002 zog die Frauenklinik in das neue, kernsanierte Gebäude der sogenannten „Alten Chirurgie“ an der Calwer Straße um. 2005 kam die Hygieia aus dem Stuttgarter Finanzamt, wo sie – wohl zwischengeparkt – im Treppenhaus stand, wieder zurück in die Tübinger Klinik. Heute flankiert sie zusammen mit der Skulptur eines Jünglings des Künstlers Alfred Lörcher den Eingang zum Hörsaal auf der Ebene sechs.
Standort: Frauenklinik, Calwer Straße 7, Ebene 6 vor dem Hörsaal.
NameBronzeplastik
Hygieia
DepartmentExterne Sammlungen
Künstler*in
Gerhard Halbritter
deutsch, 1908 - 2002
Datenach 1962
DescriptionDie griechische Göttin der Gesundheit, Hygieia genannt, wird in der Regel mit zwei Attributen dargestellt: Schlange und Schale. Die Schlange windet sich um den Unterarm der Hygieia, um aus der dargereichten Schale zu trinken. Lange Zeit war die Göttin nur eine Randfigur in Ikonographie und Kunst. Um 1900 feierte sie als Personifizierung ein überraschendes Comeback: Im Kontext neuester medizinischer Forschungen zur Hygiene und zur Bakteriologie, deren Pioniere Max von Pettenkofer (1818–1901) und Robert Koch (1843–1910) waren, errichtete man mit der Hygieia versehen vielerorts Brunnen. In Tübingen wurde etwa im Februar 1938 ein Hygiene-Institut gegründet. Reinlichkeit wurde nicht nur in Krankenhäusern, sondern in allen Lebensbereichen zur täglichen Pflicht. In ganz Europa kam ein neues Bewusstsein für Körperpflege auf; mit Sauberkeit wollte man den Kampf gegen Krankheitserreger gewinnen. Richard Gerhard Halbritter (1908–2002) fertigte die Skulptur der Hygieia, die unten an der Basis mit seinem Namen versehen ist, wohl nach dem Jahr 1962. Der ursprüngliche Aufstellungsort der Bronze befand sich vermutlich in der sogenannten „Alten Frauenklinik“, die einst in der Schleichstraße ihre Anschrift hatte. Im Jahr 2002 zog die Frauenklinik in das neue, kernsanierte Gebäude der sogenannten „Alten Chirurgie“ an der Calwer Straße um. 2005 kam die Hygieia aus dem Stuttgarter Finanzamt, wo sie – wohl zwischengeparkt – im Treppenhaus stand, wieder zurück in die Tübinger Klinik. Heute flankiert sie zusammen mit der Skulptur eines Jünglings des Künstlers Alfred Lörcher den Eingang zum Hörsaal auf der Ebene sechs.
Standort: Frauenklinik, Calwer Straße 7, Ebene 6 vor dem Hörsaal.
DimensionsH x B: 171 × 44 cm
H x B: 165 × 40 cm
H x B: 165 × 40 cm
MediumBronze
Object numberVBA-Sg-105
Exhibitions
Primary Maker: Peter Otto Heim