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NameRelief

Einhornrelief

Künstler*in 1907 - 1990
Date1957
DescriptionAm 24. November 1956 wurde in der Röntgenstraße 9 die Tübinger Universitätsapotheke nach vier Jahren Bauzeit mit einem Festakt eröffnet. Bereits 1950 genehmigte die Universitätsleitung einen Apothekenbau für die Versorgung der Institute und die lokalen Landeskliniken. Für die Medikamentenversorgung wurde im Erdgeschoss des ehemaligen Kanzlergebäudes in der Wilhelmstraße 11 bis zur Fertigstellung des Neubaus eine provisorische Apotheke eingerichtet. Erst nach der offiziellen Eröffnung durch Rektor Otto Heinrich Schindewolf (1896–1971) erhielt der Apothekenneubau im Röntgenweg 9 an der Außenfassade, gleich neben der Eingangstür, im Jahr 1957 ein durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg finanziertes Kunstwerk: Ein Relief mit Apotheker-Symbolen, das Eugen „Ugge“ Bärtle (1906–1990) fertigte. Es zeigt auf einer rechteckigen Bronzeplatte gleich vier Motive. Zu sehen sind die Halbfigur eines Einhorns und Blüten des Fingerhuts (Digitalis), ein Mörser mit Stößel und eine Balkenwaage. Mit dieser dicht gedrängten Komposition bricht Bärtle mit alten an der Heraldik orientierten Darstellungskonventionen und der Gattung der Apothekenschilder.
Von 1925 bis 1927 machte Eugen, genannt Ugge, Bärtle, bei Karl Merz (1869–1950) eine Steinmetzlehre in Tübingen. Sein Talent im bildhauerischen Umgang mit Stein ermöglichte ihm ein Studium an der Bayerischen Akademie der Bildenden Künste in München, wo er sich bei Joseph Wackerle (1880–1959) – einem der wichtigsten Vertreter der Münchner Bildhauerschule und späterem Günstling der Nationalsozialisten mit Nennung in der Gottbegnadeten Liste – in der Gestaltung von Bau- und Monumentalplastik weiterentwickelte. In München lernte er das Wachsschmelzverfahren für den Bronzeguss bei dem Gießereimeister Josef Heubl (um 1864/1866–vor 1945). Bärtle prägte die Tübinger Kunstlandschaft der 1950er-Jahre entscheidend, vor allem im Jahr 1951 durch die Gründung der Künstlergruppe „Ellipse“.

Standort: Universitätsapotheke, Ottfried-Müller-Str. 6
DimensionsH x B x T: 80 x 100 x 28 cm
MediumBronze
Object numberVBA-Sg-136
Exhibitions
Ohne Titel (Feuerwand)
Primary Maker: Eugen "Ugge" Bärtle
1959
Familie
Primary Maker: Rosemarie Sack-Dyckerhoff
1960
Liegender Krieger mit Schwert
Primary Maker: Peter Otto Heim
Die Lichtlinie
Primary Maker: Heinz Mack
1987
Turm allseitiger Ausstrahlung
Primary Maker: Hans Uhlmann
1972
Tanzende Kinder
Primary Maker: Hanne Schorp-Pflumm
1966
ohne Titel
Primary Maker: Erwin Heerich
1991
Büste von Walther Gebhardt
Primary Maker: Rudolf Daudert
1972
Im Gleichgewicht
Primary Maker: Claus Bury
2001
Lebensbilder
Primary Maker: Alfred Lörcher
1930
Relief mit Bildnis von Ernst Koken
Primary Maker: Wilhelm Schmid
1913
Hermenbüste von Johann Wolfgang von Goethe
Primary Maker: Gustav Adolf Bredow
vor 1932
Zwei Brunnen mit Bronzestatuetten
Primary Maker: Fritz von Graevenitz
um 1931
Pi Chacán
Primary Maker: Fernando de la Jara
2001
Abguss der Büste von Oswald Schmiedeberg
Primary Maker: Carl Ludwig Seffner
nach 1957
Deckenstuck Flur
Primary Maker: Emil Brüllmann
"Viel leicht"
Primary Maker: Albrecht Schmidt
2002